Zinsänderungsrisiko

Mittelwert Standardabweichung Variationskoeffizient Großbanken 2,33 % Während die Zinsspannen der Sparkassen und der Genossenschaftsbanken in diesem Zeitraum eine Standardabweichung von 0,30 bis 0,34 Prozentpunkten aufwiesen, betrug sie bei den Großbanken knapp 0,56 %-Punkte.

Sollzinsen und Habenzinsen blieben dadurch stabil, Anpassungsbedarf und Zinsänderungsrisiken bestanden nicht. Diese werden mit Hilfe von PC-Lösungen mit begrenztem Aufwand durchgeführt, wobei entsprechende Programme sowohl von Unternehmensberatungsgesellschaften als auch von einzelnen kreditwirtschaftlichen Verbänden angeboten werden.

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Mittelwert Standardabweichung Variationskoeffizient Großbanken 2,33 % Während die Zinsspannen der Sparkassen und der Genossenschaftsbanken in diesem Zeitraum eine Standardabweichung von 0,30 bis 0,34 Prozentpunkten aufwiesen, betrug sie bei den Großbanken knapp 0,56 %-Punkte.

In der Folge der aus der Hochzinsphase resultierenden Schieflagen einzelner Institute hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin für sämtliche Banken die Pflicht zur Aufstellung von Zinsbindungsbilanzen eingeführt.

In der Zinsbindungsbilanz werden sämtliche aktivischen und passivischen Festzinspositionen gegenübergestellt und für zukünftige Perioden die sich ergebenden offenen Positionen ermittelt. Eine offene Position, entweder als Aktivüberhang oder als Passivüberhang bedeutet Zinsänderungsrisiko. Als Festzinsgeschäft sollten dabei in Anlehnung an die BaFin üblicherweise alle Geschäfte zu Grunde gelegt werden, die eine Restzinsbindung von mehr als Tagen aufweisen.

Ebenso sollte diese Bilanz auch die nicht zinsreagiblen unverzinsliche Aktiva und Passiva berücksichtigen. Die Zinsbindungsbilanz ist Teil der Ertragsbilanz.

Folgende Tabelle zeigt eine Zinsbindungsbilanz bei positiver Fristentransformation und die Gesamtbilanz, die zusätzlich das sonstige Marktzinsabhängige Geschäft umfasst.

Die Zinsbindungsbilanz hat den Nachteil, dass ein Rückgang gegenüber der ursprünglichen Erwartung bei einer Zinsänderung erfolgen kann, obwohl keine Festzinslücke besteht. Die Veränderung rührt aus dem sonstigen marktabhängigen Geschäft. Zinsveränderungen können das Ergebnis auch dann negativ beeinflussen, wenn Fristenkongruenz Übereinstimmen der Volumina hinsichtlich der Restlaufzeit auf der Aktiv- und der Passivseite besteht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die variablen Aktiv- und Passivzinssätze unterschiedlich verändern.

In der Regel findet in der Praxis eine Erweiterung der Zinsbindungsbilanz durch Barwertüberlegungen statt. Dabei werden die Zinsüberschussrisiken der folgenden Perioden mit dem entsprechenden Diskontsatz abgezinst.

Dieses etwa Mitte der 80er Jahre insbesondere durch Rolfes entwickelte Konzept Rolfes, stellt auf die unterschiedlichen Zinsreagibilitäten im variablen Zinsgeschäft ab.

Man spricht hier auch von Zinselastizitäten. Diese beschreiben also die Anpassungsfähigkeit von variablen Zinspositionen auf Veränderungen des Marktzinsniveaus. Es wird vorausgesetzt, dass die Zinssätze der einzelnen Bilanzpositionen und Bankprodukte an den Geld- und Kapitalmarktzinssatz gekoppelt sind.

Da die Höhe der so ermittelten Zinselastizitäten aber sehr stark von den beiden Beobachtungszeiträumen abhängt, ist es sinnvoll, die Elastizitäten mit Hilfe von Regressionsanalysen zu berechnen. In ihr werden sämtliche Aktiv- und Passivpositionen mit ihren Volumina und Zinselastizitäten einander gegenübergestellt.

Im Grundmodell der statischen Elastizitätsbilanz setzt sich das gesamte Zinsänderungsrisiko aus zwei Komponenten zusammen: In dem verbleibenden Block von 3. Es ergäbe sich somit eine Zinsänderungschance für das Kreditinstitut. Gegenstand der dynamischen Elastizitätsbilanz sind umfangreiche strategische Bilanz- und Zinsrisikosimulationen. Diese werden mit Hilfe von PC-Lösungen mit begrenztem Aufwand durchgeführt, wobei entsprechende Programme sowohl von Unternehmensberatungsgesellschaften als auch von einzelnen kreditwirtschaftlichen Verbänden angeboten werden.

Diese Simulationsrechnungen bauen auf den Informationen der Zinsbindungsbilanz und der statischen Elastizitätsbilanz auf. Auf Grund von zu treffenden Annahmen, wie z.

Marktwertrisiken treten bei der Betrachtung von einzelnen festverzinslichen Wertpapieren bis hin zu Wertpapierportefeuilles in den Vordergrund. Hier führt eine drohende Steigung des Marktzinsniveaus zu einer Anpassung des Wertpapierkurses. Der Kurs einer Anleihe ist von Faktoren wie z. Da sich zum Zeitpunkt der Duration ein bestimmter feststehender Wert unabhängig von der eintretenden Marktzinsänderung ergibt, kann mit Hilfe der Duration eine Immunisierung gegen Zinsänderungsrisiken erfolgen.

Daher wurde das Konzept des Value at Risk entwickelt. Er stellt damit einen Schwellenwert dar, den die tatsächlichen Verluste mit der vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschreiten. Die Vertragsparteien haben zur Ausschaltung derartiger Zinsänderungsrisiken verschiedene Möglichkeiten entwickelt. Zinsänderungsrisiken können durch Risikominderung , Risikotransfer oder Risikovermeidung teilweise oder ganz ausgeschaltet werden.

Einerseits kann durch Vertragsklauseln in Kreditverträgen oder Anleihebedingungen wie etwa einer Zinsgleitklausel oder einer Zinsbindungsfrist ein Zinsrisiko ausgeschlossen werden, andererseits können Zinsderivate wie Zinsswaps zum Hedging der Zinsrisiken im Rahmen des Risikotransfers eingesetzt werden.

Aktive Treasury -Strategien sind dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von konkreten Zinsprognosen bewusst offene Zinspositionen beziehungsweise Abweichungen von einer definierten Benchmark eingegangen werden, um eine höhere Rendite als die Benchmark zu erzielen. Passive Treasury-Strategien sind dagegen regelgebundene Strategien, die unabhängig von Zinsprognosen verfolgt werden.

Dabei wird versucht, eine vorgegebene Cashflow -Struktur über längere Zeiträume möglichst konstant zu halten. Im Rahmen der aktiven Risikosteuerung ist zunächst die Risikovermeidung auf der Basis von Limitsystemen anzuführen. Neben der Limitierung des Gesamtbankrisikos werden in der Regel auch Teillimite zur Begrenzung bestimmter Risikopositionen , wie z.

Die bilanzielle Steuerung kann sowohl im Kunden- als auch im Interbankengeschäft erfolgen. Auf Kundenseite ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Akzeptanz des Kunden vonnöten ist um beispielsweise die Zinsbindung im Kundengeschäft zu erhöhen. Da sich auf Grund von Konjunkturzyklen unterschiedliche Nachfragemuster aus Sicht des Kunden ergeben werden, ist es wohl nur schwer möglich die intern abgeleiteten Strategien zur Risikoverminderung und -überwälzung umzusetzen.

Somit ist es für ein Kreditinstitut vielversprechender zu versuchen, die definierte Strategie im Interbankengeschäft umzusetzen. Zins-Swaps beinhalten den Austausch von zwei unterschiedlichen Zinszahlungsverpflichtungen , die sich auf einen einheitlich zu Grunde liegenden Nominalbetrag beziehen. Zudem verpflichten sie sich, Ausgleichszahlungen zu leisten, sofern ein festgelegter Referenzzins zu Beginn des in der Zukunft liegenden Zeitraums über oder unter dem vereinbarten Terminzinssatz liegt.

Sie stellen ein echtes Termingeschäft dar. Zins-Futures werden als standardisierte Terminkontrakte an zahlreichen Terminbörsen gehandelt.

Über die oben genannten Finanzinstrumente hinaus, eignen sich noch weitere Instrumente zur fallweisen Absicherung von Zinsänderungs- bzw. Es wird zwischen Zinsänderungsrisiken des Anlagebuches und des Handelsbuches unterschieden.

Zinsänderungsrisiken des Anlagebuches werden in Grundsatz 1 nicht reguliert; dies gilt auch für Basel II , wobei dieses in Säule 2 berücksichtigt werden kann. Darunter fallen diejenigen Banken, bei denen ein Standard-Zinsschock oder dessen Äquivalent z.

Die Regelungen zur internen Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Anlagebuch finden sich insbesondere in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement MaRisk. Die detaillierten Ergebnisse dieser Zinsrisikoumfrage wurden jedoch bis dato nicht veröffentlicht. Project5 ist zwar strategisch ohne Bedeutung, aber finanziell attraktiv.

Project3 ist sowohl strategisch wie auch finanziell attraktiv. Verschiedene Faktoren können die Möglichkeiten einer Organisation einschränken, Projekte durchzuführen, z. Personal, Finanzmittel, technische Beschränkungen, oder auch das Bedürfnis, die Fähigkeit der Organisation, laufenden Wandel zu beherrschen, nicht zu überfordern.

Im folgenden Beispiel wird in einem Entscheidungsbaum eine Auswahl aus einer Liste von 7 potenziellen Projekten getroffen. Alle anderen Kombinationen von Projekten würden entweder einen niedrigeren Payoff erzeugen oder das Budget überschreiten.

Geschäftsbereichen kann es vorkommen, dass Projekte mit vergleichbaren Zielen parallel durchgeführt werden, ohne dass die Portfoliomanager davon wissen. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Diese Seite wurde zuletzt am Mai um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden.





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