Folgen der Inflation

Viele übersetzte Beispielsätze mit

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Folgen und Auswirkungen einer Inflation Sinkt der Geldwert bzw. steigt das Preisniveau, können sich Menschen für das gleiche Einkommen weniger kaufen. So kostet ein Auto was zum Beispiel vor der Inflation Euro gekostet hat, nach einer 2-Prozent-Inflation Euro.2/5(8).

Und da helfen die Berichte von Uroma ausnahmsweise weniger als, sagen wir, ein bisschen nachzurechnen. Kurios ist ja, dass die Teuerungsrate in Deutschland laut Statistik zwar tatsächlich im Dezember von weniger als einem auf plötzlich immer noch moderate 1,7 Prozent gestiegen ist - ohne dass etwa Benzin Tag für Tag teurer würde; oder die deutsche Konjunktur just im Dezember überhitzt wäre und die Wirtschaft keine Kapazitäten mehr frei hätte.

An den Ölmärkten hat es gegen Jahresende einen Schub gegeben, klar, seither sind die Preise für ein Fass Rohöl aber kaum noch gestiegen - und liegen immer noch nur etwa halb so hoch wie vor drei Jahren. Woher kommen dann die 1,7 Prozent? Das hat mit Mathe - Grundkurs - zu tun jetzt bitte einen kurzen Moment konzentrieren. Die arithmetische Tücke ist, dass die so ausgewiesene Inflationsrate auch anziehen kann, wenn die Preise aktuell gar nicht so stark steigen, sondern vor einem Jahr stark gefallen sind.

Dann ist der Abstand zum Vorjahr ja auch plötzlich höher. Ein Liter Diesel kostete zeitweise weniger als ein Euro, Sie erinnern sich. Das war irre und kaum haltbar, schon weil die Opec sich nicht in erster Linie als Wellnesscenter für deutsche Autofahrer versteht. In der Zwischenzeit haben sich die Ölpreise wieder etwas erholt. Und rein rechnerisch ist schon jetzt klar: Das Zahlenphänomen wird sich für Januar und Februar noch verstärken.

Selbst wenn die Preise nun Monat für Monat unverändert auf heutigem Niveau blieben, wird die Inflation zum Vorjahr gerechnet noch auf knapp zwei Prozent steigen. Allein wegen des Basiseffekts aus dem Vorjahr.

Kleiner Tipp für ambitionierte Amateur-Hellseher: Sagen Sie beim nächsten Stehempfang einfach in die Runde, Sie hätten ja so im Gefühl, dass die Inflation im Februar noch zwei Prozent erreichen wird - sichere Nummer, danach werden Sie sicher gleich mit Handlesen beauftragt.

Das ist erst einmal nichts anderes als statistische Tücke. Aber garantiert Stoff für neue Untergangstheatralik deutscher Stabilitätsapostel in den nächsten Wochen. Zur Tücke gehört in Wirklichkeit natürlich auch, dass der Basiseffekt irgendwann wieder weg ist. Ab März wird die Inflationsrate mit ziemlich hoher Sicherheit schon deshalb wieder fallen oder plötzlich zu steigen aufhören - weil ein Jahr zuvor die Ölpreise ihren Kurzzeitkollaps überwunden haben.

Es gibt also sinkende Teuerungsraten. Jetzt haben solche Kapriolen wenig mit Inflation im gefährlichen Sinn zu tun - genauso wenig wie die fallenden Preise vergangenes Jahr ein Beleg für Deflationskrisen waren. Wie stark der Inflationsdruck ist, entscheidet sich an anderen Faktoren.

Und die sehen derzeit so alarmierend gar nicht aus. Für etwas mehr Inflation spricht, dass die Konjunktur derzeit weltweit anzieht, die Ölproduzenten nicht mehr so viel Öl produzieren wollen und Donald Trump in den USA bei ohnehin schon gut ausgelasteten Kapazitäten viel Geld unter die vorwiegend reichen Leute bringen will. Auch in Deutschland sind die Kapazitäten zunehmend ausgelastet. Bei der Industrie mit knapp 86 Prozent allerdings immer noch deutlich weniger als zu früheren Boomzeiten mit teils 90 Prozent.

Auch hätten die Firmen noch reichlich Geld, ihre Kapazitäten zu erweitern. Gemessen an dem, was in den Büros und Fabriken heute mehr geleistet wird als früher, ist die Lohnkostenlast selbst in Deutschland bis zuletzt eher gefallen, was wiederum den Druck niedrig hält, höhere Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Was wiederum nach aller historischen Erfahrung eher für Deflationsdruck als für Inflation spricht. Bei aller Liebe zu prähistorischen Selbsterfahrungsübungen: Zunächst erhöhe der Preisauftrieb den Margendruck, so dass die Gewinne zumindest in der ersten Phase steigender Inflation nicht so stark anzögen wie zuvor vielleicht erwartet.

Chancen auf eine überdurchschnittliche Kursentwicklung hätten Unternehmen, die über eine starke Marktstellung und Preismacht verfügten, ergänzte ein Händler. Das treffe häufig vor allem bei Energiekonzernen zu. Wenn das Schreckgespenst Inflation herumgeistert, ist der Schritt zu einer Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbank meist nicht mehr weit. Anlagen in der jeweiligen Landeswährung werden damit attraktiver.

Für den Euro reichten schon die seit Wochen kursierenden Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die EZB, um ihn deutlich nach oben zu treiben. Er sieht den Euro in den kommenden Wochen jenseits der 1,40 Dollar. Auf diesem Niveau hatte er zuletzt im November gelegen. Wer nicht gerade inflationsgeschützte Anleihen in seinem Depot hat, hat bei anziehender Inflation meist das Nachsehen. Zieht die Inflation deutlich an, so mindert dies den realen Wert von Kupon und Rückzahlungsbetrag.

Betroffen sind vor allem kurzfristig laufende Anleihen. Da die geopolitischen Risiken unübersichtlich blieben, seien Rentenpapiere als sicherer Hafen weiterhin gefragt.

Seit Februar hat sich das Edelmetall, vor allem angesichts der Unsicherheit in der arabischen Welt, um mehr als sieben Prozent auf Dollar je Feinunze verteuert.

Händlern zufolge dürfte aber auch die Suche nach einem Inflationsschutz zunehmend den Preis treiben. Mit den Werbeerlösen können wir die Arbeit unserer Redaktion bezahlen und Qualitätsartikel kostenfrei veröffentlichen. Leider verweigern Sie uns diese Einnahmen. Wenn Sie unser Angebot schätzen, schalten Sie bitte den Adblocker ab.





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